Ein Brot und das finde ich gut..

Roggenbrot
Roggenbrot schnell und einfach hergestellt.

Ich habe nun endlich raus, wie ich schnell ein gutes Roggenbrot backe. Ich habe einen Automaten, mache aber den Teig außerhalb der Maschine fertig.
Das geht so: Ein Sauerteig wird morgens aus dem Kühlschrank geholt und mit 250g Roggenmehl und einer Tasse Wasser (wenn warm geht es schneller) vermischt. Dann kommt das an einen warmen Platz mit einer Zeitung abgedeckt. Am Nachmittag oder Abend ist der Teig hoch gegangen.
Ich messe dann weiter 250g Roggenmehl in einen Behälter, gebe dazu etwas Salz, irgendwelche Krümel/Reste vom letzten Mal, 2 Teelöffel Soda und was sonst noch trocken ist und rein soll. Das wird vermischt. Dem aufgegangen Teig wird etwas entnommen und mit einem Glas in den Kühlschrank gestellt. In den Rest wird das trockene Gemisch gegeben und eine Tasse Wasser. Ich habe zur Zeit trockenen (sauren) Birkensaftwein, den ich dann dazu geben.  Dann wird gemischt. In die Form wird unten etwas Mehl gestreut. Dann wird der Teig in die Form gegeben und die in den Automat. Dort backe ich eine Stunde.
Das Brot wird locker und schmeckt gut. Es lässt sich sehr gut aus der Form kippen. Ich mache es etwa einen Tag vor Gebrauch. Nach Abkühlen lege ich es In einer Tüte in den Kühlschrank. Das Brot wird hierdurch homogener und die Kanten nicht so hart.
Das Soda kann nicht mit Hefe getauscht werden. Ob Backpulver (das von Dr.Oetker oder RUF, meine ich) geht, habe ich noch nicht ausprobiert.

Nachtrag: 11.04. Zum Abkühlen wickle ich das Brot in ein Küchentuch. Zwei Löffel Kakao machen ein braunes Brot. Geschälte Sonnenblumensamen werden im Brot blau/grün/lila, was durch das Soda (auch Natron genannt) kommt.Die Schüssel, in der ich den Teig angerührt habe, ist durch den Teigschaber sehr sauber. Ich lasse die aber einen Tag stehen. Leicht lassen sich dann die wenigen trockenen Reste von der glatten Kunststofffläche lösen und in einen Becher verfrachten, wo auch das restliche Mehl streuen in die Form, ist. Das sind die oben erwähnten Krümel/Reste.
Nachtrag 03. 07.2014: Also Backpulver zum Ersatz von Soda geht nicht. Zwischenzeitlich kommt bei mir 20-25% Weizenmehl mit hinzu. Das macht das Brot insgesamt etwas besser zusammen.

Ein Brief

Ein Brief
Hier kam heute ein Brief, am Dienstag an.
Heute Morgen kam ein Brief an, obwohl die Zustellung der Post mit den Zeitungen erfolgt. So war es jedenfalls auf Aparnieki so. Post kam am Montag, Mittwoch und Freitag, wenn auch die Zeitung kam. Denn in Lettland wird die Zeitung von der Post gebracht, weil die privaten Zeitungsträger nicht zuverlässig waren. Die Zeitungen erscheinen dreimal in der Woche. Das ist in Stende und war in Kurmale so.
Was aber mit der Post kam, dass ist ein neues Projekt. Im letzten Jahr hat es leider geklappt. Ich werde in den nächsten Wochen davon sicher nochmal hier schreiben.

Alle Vögel sind schon da…

Singschwäne
Singschwäne und Kollegen sind schon in Lettland.

Auf dem Weg von Stende nach Talsi habe ich auf einem Feld viele Kraniche gesehen. Dann bei einer Fahrt von Stende nach Kuldig am vergangenen Montag, Störche auf den Nestern. Auch Singschwäne waren zu sehen und hören.
Schön, dass die Tiere den weiten Weg überstanden haben. Wenn sie ihn nicht gut überstanden haben, können sie sich ab jetzt etwas kurieren.
Wenn man bedenkt, dass es in den vergangenen Tagen gefroren und geschneit hat, könnte man meinen, die Tiere wären zu früh gekommen. Aber auch heute scheint wieder die Sonne und die Natur holt die Pflanzen aus dem Boden und die Bäume und Sträucher werden voller. Ich denke die schönen und warmen Monate des Jahres fangen in Kürze an 😉

Es war angezapft….

Birkensaft traditionell
Birkensaft traditionell gewonnen. Aber heute total falsch.

Nun, auch hier sind jetzt die Zeiten beendet, denn die Birke hat doch bei einigen wärmeren Tagen schon viel Saft nach oben transportiert, wo er dann zum Quell der Blätter und Blüten verhilft.
In erster Linie will ich aber hier, etwas zur traditionellen Saftgewinnung schreiben.
Auf dem Weg zu meiner Einzel-Zapfstelle (Bohrloch 5mm Durchmesser) stand nicht weit ein schwarzer großer Eimer offen (eine Eternitplatte war als Schirm schräg darüber gestellt) unter einer Metallrinne die Saft aus einem großen Loch 25 – 30mm Durchmesser in den Eimer leitete. Überall saßen Fliegen, die den leicht süßlichen Saft auch gerne trinken.

Birkensaft sammeln
Birkensaft auf moderne Art gewonnen.

Also einmal ist es die Hygiene des Auffangen. Ferner die Schädigung des Baumes. Der Durchmesser ist zu groß, das Loch wird verschlossen und unter dem Verschluss verbreitet sich Schimmel. Deutlich sieht man 4 Löcher. Das in der Mitte von diesem Jahr, das links unten von 2013, das von 2012 links oben (schwarz) und vom Loch 2011, rechts unten, ist der Verschluss heraus gefallen oder gefault. Ein weiteres Loch scheint rechts oben zu sein.
Der Stopfen wird vom Baum nicht „adoptiert“, sonder bleibt auch nach Jahren ein Fremdkörper. Falsch ist es auch, den Baum jedes Jahr an fast selber Stelle zu verletzen.
Gestern Nachmittag habe ich mein Zapfstellen abgebaut. Ich habe schon heute schwer gehabt, alle Löcher zu finden. Ich denke, die Löcher werden in diesem Jahr wieder zu wachsen. Da es keinen Fremdkörper gibt und wenig Pilzschädigung, ist der Baum mit der normalen Wundheilung in der Lage, die Verletzung zu schließen.

 

Verlassenes Zuhause…

Aparnieki im Juni 2012
Aparnieki ist nun fast Geschichte.

Ich bin jetzt komplett aus Aparnieki ausgezogen und habe das Haus abgeschlossen, meinen Briefkasten abgebaut und die Schlüssel versteckt, damit die übernommen werden können.
So war ich fast 5 Jahre auf Aparnieki, so lange habe ich es an keinem anderen Ort in Lettland ausgehalten, bin ich doch im Mai 6 Jahre in Lettland.
Rechts unten ist Tiki, die lange Zeit mit auf Aparnieki war. Ich weiß noch als ich sie auf einer Rückreise aus Deutschland in Riga angenommen und in einem Karton bis nach Aparnieki transportiert hatte. Aber ein Halsband und ein Zeitungsband als Leine hatten wir schon gemeinsam in Riga eingekauft. Das Halsband hat bis Oktober letztes Jahr gehalten. Jetzt ist Tiki aus der Kartoffelstraße in Riga in der Breiten Strasse in Anröchte und macht dort den Menschen viel Freude. Tiki ist einfach zu lieb für Lettland (Schießen und Feuerwerk).
Trine meine Katze, die mich 2,5 Jahre begleitet hat, ist mir hier in Stende schon nach wenigen Tagen weg gelaufen. Es waren einfach zu wenig Freiheiten hier (auf Aparnieki 2 Katzentüren bis nach draußen).
Aparnieki sah am Samstag verlassen aus. Ein Sturm hatte zwei Dachplatten (Eternit) vom Hausdach geweht und am Stall war auch eine bis dahin schräge Dachplatte am Boden. Gestern habe ich gesehen, dass der Stall noch ein zweites Loch hat und im Hausdach noch mehr Licht nach innen scheint.
Man merkt sofort, wenn niemand auf so ein marodes Haus aufpasst.

Heute war ich in Kuldiga

Abfallstelle
Abfall-/Feuerstelle bei einem renovierten Haus.

Heute war ich in Kuldiga, dort sieht die Landschaft ebenso beige/braun aus wie hier in Stende. Die Natur ist eben noch nicht so weit, wie ich jetzt auf einem Foto aus Niedersachsen gesehen habe.
Die Natur in diesem schönen Land zählt bei den Menschen in der Regel ohnehin wenig (In der Regel auch nur, wenn es die Geldbörse berührt).
Ich hatte einer Bekannten um 20:30h zugeschickt „Licht aus ‚Earth Hour!‘, 30 Minuten später kam ein SMS zurück „Ja, ja unbedingt“, wo sie sich der Bedeutung dieser weltweiten Aktion wohl nicht bewusst ist.
Es ist so in Lettland ist man viele Ländern etwa 20-40 Jahre dahinter.
Ich fahre Bus und bin dann von Kuldig nach Stende gefahren. Kurz hinter Sabile hatte einer seine Wiese angesteckt um das abgestorbene Gras zu beseitigen. Das ist zwar verboten, aber man macht es halt. Jedes Jahr hat die Stromversorgung viel Kosten, wegen brennender Masten oder hohes Feuer unter Leitungen. Natürlich ist es auch sehr schlecht für Kleinlebewesen, die hierbei getötet werden. Auch in Sabile kam gleich die Feuerwehr hinter uns her. Das Feuer erreichte schon die Straße und einige Bäume waren schon am brennen.
Als ich nach Aparnieki gefahren bin, habe ich gesehen, dass der Abfallhaufen kleiner und neuer Unrat da war. Das Bild zeigt das jetzt verbrannte. Es ist ein Nachbarhaus von Aparnieki, was im Herbst verkauft wurde.
Gerade in Kuldiga könnte dieses Haus einen Vertrag mit der Stadt machen, bekäme 2 Tonnen und müsste für den Müll in der großen Tonne (grüner Punkt, Glss, Papier….) nichts bezahlen und für die kleine Tonne pro kg eine Gebühr.
Was mir hier auch deutlich wird, das Auto (herausragendes Statussymbol) wird einfach am Wasser gewaschen.
So gibt es in Lettland wilde Müllkippen, viel Müll in der Landschaft und was ich gerade auch an der neuen Adresse feststelle, ein eigenartiges Verhältnis zum Thema Müll und Abwasser.
Aber das ist ein anderes Thema „Ja, ja unbedingt“.

Ein neuer Blog unter grotenhermen.de

Teich von Renci
Etwa 100m vom Haus ist ein großer Teich.

Es wurde Zeit etwas neues zu machen. Einiges hat sich im Leben vom Antonius verändert.
Er ist von Aparnieki nach Renci gezogen. Genau aus der Nähe von Kuldiga nach Stende (50km). Renci ist ein Ort der schon vor Stende da war. Dieses Dorf wurde in das neue Stende integriert. Übrig geblieben ist ein Straßenname (Rencu iela).
Stende wurde mit der der Bahnverbindung Riga-Ventspils gegründet (1897), noch zu deutschen Zeiten.
Das Haus in dem Antonius wohnt, heißt Renci und war wohl damals ein Mittelpunkt des und auch größtes Haus im Dorf. In dem ehemaligen Schulgebäude des Dorfes etwa 400m Luftlinie entfernt, wohnt ein Deutscher mit seiner lettischen Frau.

Milchhonig aus Buttermilch und Zucker 500ml/500g