Heute war ich in Kuldiga

Abfallstelle
Abfall-/Feuerstelle bei einem renovierten Haus.

Heute war ich in Kuldiga, dort sieht die Landschaft ebenso beige/braun aus wie hier in Stende. Die Natur ist eben noch nicht so weit, wie ich jetzt auf einem Foto aus Niedersachsen gesehen habe.
Die Natur in diesem schönen Land zählt bei den Menschen in der Regel ohnehin wenig (In der Regel auch nur, wenn es die Geldbörse berührt).
Ich hatte einer Bekannten um 20:30h zugeschickt „Licht aus ‚Earth Hour!‘, 30 Minuten später kam ein SMS zurück „Ja, ja unbedingt“, wo sie sich der Bedeutung dieser weltweiten Aktion wohl nicht bewusst ist.
Es ist so in Lettland ist man viele Ländern etwa 20-40 Jahre dahinter.
Ich fahre Bus und bin dann von Kuldig nach Stende gefahren. Kurz hinter Sabile hatte einer seine Wiese angesteckt um das abgestorbene Gras zu beseitigen. Das ist zwar verboten, aber man macht es halt. Jedes Jahr hat die Stromversorgung viel Kosten, wegen brennender Masten oder hohes Feuer unter Leitungen. Natürlich ist es auch sehr schlecht für Kleinlebewesen, die hierbei getötet werden. Auch in Sabile kam gleich die Feuerwehr hinter uns her. Das Feuer erreichte schon die Straße und einige Bäume waren schon am brennen.
Als ich nach Aparnieki gefahren bin, habe ich gesehen, dass der Abfallhaufen kleiner und neuer Unrat da war. Das Bild zeigt das jetzt verbrannte. Es ist ein Nachbarhaus von Aparnieki, was im Herbst verkauft wurde.
Gerade in Kuldiga könnte dieses Haus einen Vertrag mit der Stadt machen, bekäme 2 Tonnen und müsste für den Müll in der großen Tonne (grüner Punkt, Glss, Papier….) nichts bezahlen und für die kleine Tonne pro kg eine Gebühr.
Was mir hier auch deutlich wird, das Auto (herausragendes Statussymbol) wird einfach am Wasser gewaschen.
So gibt es in Lettland wilde Müllkippen, viel Müll in der Landschaft und was ich gerade auch an der neuen Adresse feststelle, ein eigenartiges Verhältnis zum Thema Müll und Abwasser.
Aber das ist ein anderes Thema „Ja, ja unbedingt“.

Ein neuer Blog unter grotenhermen.de

Teich von Renci
Etwa 100m vom Haus ist ein großer Teich.

Es wurde Zeit etwas neues zu machen. Einiges hat sich im Leben vom Antonius verändert.
Er ist von Aparnieki nach Renci gezogen. Genau aus der Nähe von Kuldiga nach Stende (50km). Renci ist ein Ort der schon vor Stende da war. Dieses Dorf wurde in das neue Stende integriert. Übrig geblieben ist ein Straßenname (Rencu iela).
Stende wurde mit der der Bahnverbindung Riga-Ventspils gegründet (1897), noch zu deutschen Zeiten.
Das Haus in dem Antonius wohnt, heißt Renci und war wohl damals ein Mittelpunkt des und auch größtes Haus im Dorf. In dem ehemaligen Schulgebäude des Dorfes etwa 400m Luftlinie entfernt, wohnt ein Deutscher mit seiner lettischen Frau.